| Das achte newleaders-ch Treffen mit sechs Verbänden und 350 Jugendleitern ist bereits einige Tage her. Wie sind denn die 350 Besucher nachhause gegangen? Christian Schmitter: „Sie sind im Team und nicht allein in ihre Gemeinden zurückgegangen. Mit ihrem Team verbrachten sie viel Zeit, genossen den Lobpreis und spannende Workshops. Ausserdem wissen sie genau, was sie als Team wann anpacken werden. Sie sind natürlich hoch motiviert.“ (lacht) Warum hier auf dem Berg? Warum mit dem Theologischen Seminar (TSC) zusammen? Christian Schmitter: „Newleaders arbeitet mit acht Schulen/Ausbildungsstätten zusammen, das war immer Teil des Konzepts. Jede Bibelschule stellt uns vier Helfer zur Verfügung, wobei der Beitrag des TSC der grösste ist. Dieses Jahr haben Studenten des TSC ein megacooles Anspiel gemacht, unter der Leitung von Stefanie Walter haben sie einen wunderschönen Gebetsraum hergerichtet und Tabea Neukom hat mit mir die Moderation der ganzen Veranstaltung übernommen. Wir bekommen hier auf dem Berg zudem eine Infrastruktur mit Konditionen geliefert, die anderswo gar nicht möglich wären, wir könnten sie schlicht nicht bezahlen.“ Ziel eures Treffens war unter anderem die Mündigkeit der Mitarbeiter zu fördern. Zum Gähnen langweilig, könnte die Spassgeneration sagen. Sie braucht doch eher coole Happenings, oder nicht? Christian Schmitter: „Zum einen: Man kann cool und mündig sein. Einer unserer Leiter hat einmal gesagt: Gott ist nicht cool – er ist viel mehr. Dass die Spasskultur nur kurzfristig bindet ist so langsam auch in unserer Leitergeneration angekommen. Umwerfende Events und verbindliche kleine Gruppen – es braucht beides. Es ist auch nicht nötig, das eine oder andere gegeneinander auszuspielen. EL CAMPO war ja ein riesen Ding, ein Massenerlebnis, CREA ebenfalls. Wir in der Leiterschaft merken aber: Wenn wir Leute in den Gemeinden haben wollen, die echt langfristig was stemmen und bewegen wollen, müssen kleinere Strukturen, muss Jüngerschaftsschung her.“ Zum achten Mal in Folge findet der newleaders Kongress statt. Wie lautete die Ursprungsidee? Christian Schmitter: „Es begann damit, dass die Jugendsekretäre verschiedener Verbände sich austauschten. Man wollte nicht eine Konferenz nach dem Muster, die jemand von ausserhalb kommen lässt und mit schweizerischen Verhältnissen gar nichts zu tun hat. Wir wollen miteinander unser ureigenes Ding stemmen. Das findet beispielsweise darin seinen Ausdruck, dass der Lobpreis in Mundart stattfindet. Der Band-Leaderin vom CLZ Burgdorf Andrea Steiner vom CLZ Burgdorf ging es nicht darum, ein Konzert zu machen, sondern andere Bands zu binden und mit ihren Liedern echt zu dienen. Sie schreibt manche Lieder auch selbst.“ VFMG, BESJ, FEG Jugend, Youthplus, Jugendbereich der SEA - das ist Fusionieren, Vernetzen. Zu welchem Zweck? Christian Schmitter: „Gemeinsam sind wir stärker. „zäme stärcher“ Es könnte ja sein, dass der politische Druck in unserem Land wächst, dann ist so was wichtig. Diese Art des Zusammengehens könnte auch für Chrischona Gemeinden in der Schweiz in Zukunft modellhaft sein und wird ja bereits in kleinen Orten praktiziert.“ Dorothea Gebauer |