Theologisches Seminar St. Chrischona

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Donnerstag, 4. September 2008

Lernen an der Herzensuniversität

Neue Studenten auf St. Chrischona eingetroffen

Mit einem fröhlichen Fest und einer Andacht in der Kirche begrüsste die Chrischona Studienleitung am 30. August ihre 23 neuen Studenten. In der Woche zuvor wurden sie in das Studium eingeführt, erhielten Einblick in die Studienordnung und das gemeinsame Leben. Dr. Markus Müller, Direktor der Pilgermission, sprach in seinem Auftaktreferat (Referat herunterladen) davon, dass das Theologische Seminar "Herzensuniversität" sei. Universität, weil es ums Ganze geht.


Beim Studium auf St. Chrischona gehe es nicht nur um Teilaspekte, nicht um Spezialitäten, so Dr. Markus Müller, auch nicht allein um Gemeindebau oder Theologie oder Mission, sondern um das Ganze der verantworteten Nachfolge. Auch deshalb wähle er den Begriff Herzensuniversität, weil wir nur "mit den Augen des Herzens wirklich gut sehen", wie das nicht im "Kleinen Prinz" so wunderbar beschrieben sei. Zentral sei die Zeit, die man allein vor Gott verbringe. Jesus suche unser Herz, nicht unsere Leistung. Jesus frage: Darf ich dahinter, darf ich darunter? Darf ich das Gestrüpp des Rechthabens, des Anspruchs, auch der Frustration und der Enttäuschung von Mitstudierenden, von Dozenten, von der Leitung, durchbrechen und eintreten?

Beherzt lernen hiesse mutig und entschlossen lernen, so Seminarleiter Dr. Horst Schaffenberger ermutigend. "Jesus will, dass ich mich einsetze, er nimmt mich in Anspruch. Ich kann nicht mehr nach Lust und Unlust, Motivation oder Demotivation handeln. Es geht um mehr, es geht um ihn. Und weil er mich will, weil er mich ausrüsten, zurüsten, ausbilden will, liegt es nicht an meinen Fähigkeiten, guten Noten, Intelligenz, sondern an der inneren Verpflichtung, die ich spüre und der ich nachkomme – koste es, was es wolle!"

Daniel Geiss, Pastor der Chrischona-Gemeinde in Bettingen, führte diesen Gedanken in einem Auftaktgottesdienst fort. Gott nehme Wohnung bei den Menschen. Er sei von ganzem Herzen da. Diese Bewegung sei eine Konzentration, eine Konzentration auf einen Ort. "Wir leben heute nicht mehr an einem Ort, sondern an vielen Orten – und das möglichst gleichzeitig. Mit dem Ergebnis, dass wir nicht mehr mit dem Herzen da sind. Das ist der wahre Erfolg der Kommunikationstechnik." Die Studenten dagegen ermutigte er: "Seien Sie an diesem Ort mit ganzen Herzen!"