| Ein eindrückliches Erlebnis Viele Aufgaben waren vergleichbar mit denen eines Praktikanten in der Schweiz oder in Deutschland. Dazu gehörten: Gottesdienste, Predigten, Bibelkreise, Seniorenkreise, Jugendgruppen und Jungschararbeit. In dieser Zeit durfte ich sehr viel Eindrückliches erleben. Besonders faszinierte mich die Erfahrung mit einem jungen Mann namens Timo* (*Name geändert). Im Rahmen eines Schüleraustauschprogramms kam er nach Kapstadt. Seine Eltern sind Ärzte in Berlin und überzeugte Atheisten. Durch seine Eltern stark geprägt, hatte Timo wenig am Hut mit „frommen Sachen“. Er war aber sehr offen für Gespräche und ließ sich gerne herausfordern. Während einer Schulfreizeit lasen verschiedene Jugendliche aus der Gemeinde jeden Morgen gemeinsam aus der Bibel. Das beeindruckte Timo sehr und machte großen Eindruck auf ihn und er wollte mehr wissen. So kam er regelmäßig nach der Freizeit in die Jugendgruppe der Stadtmission. Im August hatten wir eine Freizeit mit Jugendlichen aus allen Stadtmissionen in Südafrika. Durch das lebendige Zeugnis eines Leiters war er so ergriffen, dass er sein Leben Jesus übergab. So durfte ich in meinem PSJ mehrere Male erleben, wie junge Menschen Deutschland verließen, um das „echte Abenteuer“ zu suchen und es stattdessen bei Jesus fanden. Wo wir an unsere Grenzen kommen, muss Gott eingreifen Im PSJ lernte ich auch meine eigenen Grenzen kennen. So hatten wir mit der Jugendgruppe auf dem Heimweg von einer Freizeit auf der Autobahn einen schweren Unfall. Als verantwortlicher Jugendleiter machte ich mir starke Vorwürfe. Ich durfte aber erleben, wie mir Jesus in dieser Zeit viel Kraft gab und mir tolle Freunde an die Seite stellte. Durch diese wurde ich getröstet und ermutigt, dranzubleiben. Ich konnte nur staunen, wie Gott dieses Praktikum gebraucht hat, um mich und mein Herz zu verändern. Das Entscheidende ist nicht das, was ich zu leisten vermag. Es geht um viel mehr: nämlich um die Beziehung zu Jesus und um das Vertrauen auf Ihn. Er ist derjenige, der alles in der Hand hält. Das war meine größte und wohl beste Erfahrung, die ich während meinem PSJ machen durfte. Kapstadt hat 3,5 Mio Einwohner. Von diesen sprechen etwa 20.000 deutsch und es gibt eine deutsche Schule mit 750 Schülern. |